Beachten Sie nach Möglichkeit die folgenden zwölf Punkte, wenn Sie einen Spendenbrief schreiben: 

Begrüßen Sie Ihre Leserinnen und Leser persönlich mit ihrem Namen – also nicht „Liebe Gemeindemitglieder“, sondern „Liebe Frau Müller“. Eine Ausnahme können „Low Budget-Mailings“ sein, beispielsweise „Insel Land unter“.

Name und Adresse müssen absolut korrekt geschrieben sein. Achten Sie auch auf die Ästhetik: „Austraße“ sieht ausgeschrieben schöner aus als „Austr.“.

Gestalten Sie Ihre Spendenbriefe ansprechend: angenehme Schriftgröße (denken Sie an die vielen älteren Leserinnen und Leser), Flattersatz anstelle von Blocksatz, Absätze mit maximal sieben Zeilen, korrekte Rechtschreibung, lieber anderthalbzeilig als zu eng gequetscht, Fensterkuvert statt Adressaufkleber, eventuell einen „Hingucker“ auf dem Kuvert platzieren.

Sprechen Sie Ihre Leserin bzw. Ihren Leser im ersten Satz persönlich an und machen Sie sie neugierig, den Brief weiterzulesen.

Veranschaulichen Sie das zu lösende Problem mit einer kleinen Geschichte. Beschreiben Sie, wie die Lösung aussieht und wem sie hilft.

Formulieren Sie positiv! Der Leser soll Ihren Aussagen und Botschaften innerlich immer zustimmen.

Erklären Sie, was genau mit Spendengeldern finanziert werden soll. Erwähnen Sie ggf., welcher Betrag bereits aus welchen Quellen zur Verfügung steht und wie viel noch fehlt.

Erwähnen Sie ggf. die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die in dieses Projekt fließen werden. Verbinden Sie dies mit einem Dank an alle Ehrenamtlichen, die sich bereits gefunden haben, und bitten Sie ggf. um weitere ehrenamtliche Mithilfe.

Formulieren Sie eine ganz persönliche und herzliche Spendenbitte.


Geben Sie der Leserin bzw. dem Leser eine Orientierungshilfe für die Höhe der Spende, indem Sie beschreiben, was zum Beispiel mit 30 oder 60 Euro finanziert werden kann. Diese Orientierungshilfe können Sie zum Beispiel im PS unterbringen.

Nennen Sie einen Ansprechpartner für telefonische Rückfragen, zum Beispiel ein gut informiertes und gut erreichbares Mitglied Ihres Fundraising-Teams.
 

Legen Sie dem Spendenbrief einen vorbereiteten Überweisungsträger bei. Darauf sollte mindestens der Empfänger, das Empfängerkonto und das Spendenprojekt stehen. Falls es Ihnen technisch möglich ist, können Sie auch direkt den Namen der Spenderin oder des Spenders oder einen Werbecode eindrucken. Anhand des Werbecodes können Sie später feststellen, welche Spenden aufgrund ihres Spendenbriefes erfolgten.
KOLUMNE DES MONATS

Pastor Klaus Struve berichtet in dieser Kolumne über die Kunst des Fundraisings, Herz und Verstand zusammenzubringen.

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Literaturverzeichnis

 

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