Fundraising ist ein ständiger Kommunikationsprozess: Intern und extern kommunizieren Sie die Anliegen der Gemeinde gegenüber Mitgliedern, Interessierten und der Öffentlichkeit.

Schweigen ist nicht immer Gold – Fundraising ist Kommunikation

Es legt sich nahe, dass Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Kommunikation Hand in Hand arbeiten, denn gelungene Kommunikation dient der Mitgliederorientierung und diese ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Fundraising.

Interne Kommunikation
Die interne Kommunikation ist wichtig, weil Fundraising als Querschnittsaufgabe alle kirchlichen Arbeitsfelder tangiert. Mitarbeitende des Besuchsdienstes sollten beispielsweise informiert sein, wenn das Fundraising-Team eine Anlass-Spenden-Aktion durchführt. Selbstverständlich berichten Sie auch über den Erfolg der letzten Spendenkampagne. Die Mitarbeitenden erfahren die Er-gebnisse direkt, die Gemeinde über den Gemeindebrief und vielleicht im Rahmen einer Ab-schlussveranstaltung oder Gemeindeversammlung. Je besser Ihre interne Kommunikation ist, desto breiter wird die Akzeptanz des Fundraisings sein und desto eher werden z.B. auch ehrenamtlich Tätige das Fundraising mit tragen und unterstützen. Und schließlich: eine offene und ehrliche Kommunikation dient der Vertrauensbildung. Und wo Vertrauen herrscht, werden Sie auch auf Verständnis stoßen, wenn etwas mal nicht so optimal gelaufen ist.

Externe Kommunikation
Hier wird über sehr unterschiedliche Kanäle kommuniziert: Presse und vielleicht Rundfunk bei be-sonderen Anlässen. Der Schaukasten, persönliche Ansprache oder Briefe; Werbeplakate, Einla-dungen, Handzettel und Broschüren, das alles sind Wege, auf denen Sie mit anderen in Kontakt treten. Eines Ihrer wichtigsten Kommunikationsmittel ist der eigene Gemeindebrief. Oft wird er an alle Haushalte verteilt und hat erreicht mehr als die Tageszeitung. Ob er auch gelesen wird, haben Sie in der Hand. Je anschaulicher und interessanter er gestaltet ist, desto mehr Leserinnen und Leser wird er haben. Es lohnt sich also, der Erstellung des Gemeindebriefes besondere Auf-merksamkeit und Sorgfalt zu widmen. Anregung und hilfreiche Tipps für Ihren Gemeindebrief finden Sie im Print-Magazin „Gemeindebrief“  oder auch in der Online-Ausgabe www.gemeindebrief.de

Willkommensbriefe
Als Kirchengemeinde haben Sie einen großen Vorteil gegenüber spendensammelnden Organi-sationen. Sie erfahren von Neuzugezogenen. Wie gehen Sie mit dieser Zielgruppe um? Werden sie in Ihrer Gemeinde begrüßt?
Das geschieht vielerorts mit einem Begrüßungsschreiben oder der Einladung zu einem Mitglie-derabend. Nicht jeder wird sich sofort angesprochen fühlen und reagieren. Was dann? Die Kir-chengemeinde Bergen-Enkheim z.B. sendet einen Willkommensbrief, in dem der Besuch eines namentlich genannten Ehrenamtlichen angekündigt wird. Neuzugezogene erhalten bei dem Ge-spräch ein Begrüßungsheft. Darin sind alle Gruppen und Aktivitäten der Gemeinde anschaulich und einladend dargestellt. Natürlich kann man sich auch distanzieren von einem Besuch. Aber das Angebot bietet die Chance, wirklich miteinander ins Gespräch zu kommen. Vielleicht ist das eine Möglichkeit auch für Ihre Gemeinde. Sie finden den Willkommensbrief und das Begrü-ßungsheft unter: http://www.fundraising-evangelisch.info/artikel/mitgliederorientierung.

Website der Kirchengemeinde
Eine geeignete Kommunikationsplattform für Kirchengemeinden ist das Internet. Immer mehr Menschen sind „online“ und das sind bei weitem nicht nur die jungen Leute. Sie zeigen auch ihren Eltern und Großeltern die Möglichkeiten des „world wide web“.  Fast 75 %  der Menschen holen sich heute ihre Informationen über das Internet. Dort wird die Bahnreise mit Platzreservierung gebucht, der Veranstaltungsplan abgerufen oder eingekauft. Und wer etwas wissen will, schaut heute eher bei Wikipedia nach als im Brockhaus. Es wäre fatal, wenn Ihre Gemeinde dort nicht zu finden ist. Eine eigene Website braucht heutzutage jede Kirchengemeinde!

Das Internet ist ein sehr schnelles Medium. Veranstaltungen und Informationen, die drei Monate zurückliegen, interessieren niemanden mehr und wenn wer „im Netz“ nicht stets aktuell ist, wird nicht mehr wahrgenommen.  Zugegeben: Aufbau und Pflege einer Gemeinde-Website machen Arbeit, aber es lohnt sich, weil die Zahl derer, die sich ihre Informationen aus dem Netz holen ständig zunimmt. Die Online-Kommunikation hat ganz eigene Gestaltungsregeln. Mehr dazu und zum Aufbau einer Website erfahren Sie hier: http://www.fundraising-evangelisch.info/seite/websites-f%C3%BCr-kircheng....

Eine weiterer Kommunikationskanal sind Flyer und Broschüren. Mehr dazu lesen Sie unter 3.4 Flyer und Broschüren.

 

 

KOLUMNE DES MONATS

Pastor Klaus Struve berichtet in dieser Kolumne über die Kunst des Fundraisings, Herz und Verstand zusammenzubringen.

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Literaturverzeichnis

 

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